Unsere Apotheke

Beraten und versorgen
50 Jahre lang im Dienst der Gesundheit

BAD WILHELMSHÖHE. "80 Prozent meiner Kunden sind mir vom Namen her bekannt", sagt Clemens Schöler. Just betritt in diesem Augenblick ein älterer Herr die Kurbad-Apotheke in der Baunsbergstraße und wird von dem Pharmazeuten mit seinem Namen angesprochen. Laufkundschaft gibt es hier oben in diesem Teil von Bad Wilhelmshöhe nur wenig. Dafür aber Menschen, die "ihre" Apotheke gezielt ansteuern. Für Clemens Schöler und sein Team ist das ein gutes Gefühl, gerade jetzt, da das 50-jährige Betriebsjubiläum ansteht. Die Geschichte der Kurbad Apotheke begann nach dieser Zählung also 1952. Doch tatsächlich ist die Offizin wesentlich älter, alles etwas verzwickter, als es auf den ersten Blick scheint.

Die Anfänge liegen im 18. Jahrhundert. Damals etablierte sich auf dem Unterneustädter Fuldaufer am Holzmarkt die Adler-Apotheke. 1919 erwarb Adolf von Borstel diese Einrichtung unweit der Wilhelmsbrücke und stand den Menschen mit Fachwissen und Arzneien Jahr für Jahr zu Diensten. Im Bombenhagel des 22. Oktober 1943 ging die Apotheke zu Grunde.

Fünf Jahre tat sich nichts, dann wagte von Borstel Mitte 1948 den Neuanfang und zwar in seinem Wohnhaus in der Baunsbergstraße. Zwei Jahre später eröffnete er in der Wilhelmsstraße seine neue Offizin, während sein Sohn Klaus die bisherige Apotheke im Wohnhaus weiterführte.

Clemens Schöler rechnet für sein Jubiläum ab dem 25. Juli 1952. Denn an jenem Tag änderte sich der Name der Offizin im von&-Borstel&-Wohnhaus offiziell von Adler&- in KurbadApotheke. Vater von Borstel hatte nämlich den Vogel&-Namen mit hinunter in die Kasseler Innenstadt genommen. Dort besteht die Adler&-Apotheke noch heute.

Im Garten vor dem Wilhelmshöher Wohnhaus entstand dann ein Pavillon, in den im Frühjahr 1961 die Kurbad&-Apotheke umzog. Zehn Jahre später gab es eine wesentliche Erweiterung, da neue Gesetze eine betriebliche Mindestfläche verlangten.

Gerade hatte Clemens Schöler sein Pharmaziestudium abgeschlossen, da gelang es ihm 1978, die Wilhelmshöher Apotheke &- zunächst als Verwalter zu übernehmen, denn Klaus von Borstel war gestorben. Der junge Mann erwarb sich nicht nur das Vertrauen der Kunden, sondern auch das der Eigentümerin, sodass er 1979 Pächter wurde.

"Wir verstehen unsere Tätigkeit sehr umfassend", sagt der 49-jährige Apotheker, "sie reicht von der Seelenbetreuung bis zur Arzneimittelausgabe." Der Kontakt zum Kunden ist in seiner Apotheke mehr als ein Slogan. So scheut sich Clemens Schöler auch nicht, in der Beratung seiner Kunden sich gegen bestimmte Produkte auszusprechen, wenn er sie guten Gewissens nicht empfehlen kann. "So verstehe ich Gesundheitsberatung", betont der in Fuldatal Wohnende.

Dort setzt er sich als Vorsitzender der CDU&-Fraktion in der Gemeindevertretung seit Jahren für die Belange seiner Mitbürger ein. In seiner Apotheke wird Clemens Schöler unterstützt von seiner Ehefrau, einer ausgebildeten Pharmazeutisch&-technischen Assistentin (PTA), einer approbierten Apothekerin, drei weiteren PTA, sowie einer pharmazeutischkaufmännischen Assistentin.